Arbeitszeugnisse > Arbeitszeugnisse
Es gab Unstimmigkeiten..
Me:
Vielen Dank erstmal für Deine Antwort!
Warum ich diesen Aufhebungsvertrag unterschrieben habe, ist mir bis heute schleierhaft. Das mein Chef mich unter Druck setzen konnte, liegt wahrscheinlich an seiner Art und Weise, und an der Vorgeschichte. Ich war nämlich nicht die erste, die gekündigt hatte, als er dann anscheinend Angst bekam, dass ihn noch jemand abhaut, hat er alle Angestellten einzeln zu sich zitiert und mit Sahnehäufchen und Puderzucker bepinselt.. Da hat er dann plötzlich großspurige Angebote gemacht, weshalb er sicher auch so sauer war. Er hat mich überrumpelt, und ich bin fest davon überzeugt, eine Kollegin hat "gepetzt", er wusste schon, wieviel Urlaub ich noch habe und der Vertrag war schon fix und fertig. Damit hatte ich halt nicht gerechnet. Die ganze Geschichte aber hier zu erklären, würde den Ramen sprengen.
Jedenfalls hat er es geschafft, worüber ich mich seit dem Moment, als ich sein Büro verließ geärgert habe. Aus diesem Grund hab ich noch am selben Tag meinen Anwalt aufgesucht, der mir allerdings geringe Chancen auf Erfolg für die Klage gegen diesen Vertrag ausrechnete.
Da mein Chef zudem sicher hohes Ansehen an Gericht genießt (er ist Oberschiedsmann) fürchtete ich, die Klage zu verlieren und zu dem Monat Gehaltsausfall auch noch die hohen Gerichtskosten an der Backe zu haben.
Ich habe noch nie gekündigt, deshalb hab ich auch über die Idee mit dem Zwischenzeugnis niemals nachgedacht, ist mir gar nicht in den Sinn gekommen. Jetzt - im Nachhinein - klingt das sehr logisch und wär auch das Beste gewesen, aber leider kann ich die Zeit nicht zurückdrehen.
Ich habe eine neue Version des Zeugnisses geschrieben, die meiner tatsächlichen Leistung entspricht. Ich habe nicht versucht auf die Kacke zu hauen, mich besser darzustellen, als ich war, sondern auch die Leistungsbewertung ausführlicher zu gestalten und das einzubringen, wofür mich mein Chef auch mal (wenn er nen guten Tag hatte - und das war selten) gelobt hat. Denn das, was ich da oben geschrieben habe, ist tatsächlich alles, was in dem Zeugnis steht. Mehr nicht.
Für sieben Jahre bissi knapp, finde ich, vor allem, weil ich einen Zeitarbeitsvertrag hatte, der verlängert wurde und in einen unbefristeten übergegangen ist. Wenn ich so ne olle Schrabnelle gewesen wäre, hätte er meinen Vertrag nicht verlängern brauchen. Das denke ICH mir...
Ich wollte mir jedenfalls zuerst sicher sein, ob das Zeugnis wirklich so mies ist, wie ich es interpretiere. Ich danke Dir Mike für Deine Tipps und denke, mich nochmal an meinen Anwalt zu wenden oder tatsächlich mal eine Beratung der Hotline wahrzunehmen.
Vielen Dank.
Gruß, Me
Maggy:
Anwälte kennen sich in der Zeugnissprache oft erschreckend wenig aus, daher kann dir die Checkliste (siehe Link ganz oben) eine sehr wertvolle Hilfe sein. Prüf das neue Zeugnis sicherheitshalber damit, bevor du es dem Arbeitgeber vorlegst.
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