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Ist dieses Praktikums-/Werkstudenten-Zeugnis zu bewerten?

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Berni:
Mich würde interessieren, wie ich dieses Zeugnis i.A. einzustufen habe:

Frau xx, geboren am xx, hat vom 1.3.2005 bis zum 15.2.2006 in unserer Firma als studentische Mitarbeiterin gearbeitet (bis zum 1.9.2005: 40 Wochenstunden, danach 20 Wochenstunden).
Während dieser Zeit hatte xx die Möglichkeit bei folgenden Projekten mitzuarbeiten.

Firma xxx:
- Unterstützende Projektkoordination
- Koordination und vorbereitende Durchführung der Wettbewerbsanalyse
- Inhaltliche Mitarbeit bei der Sound Branding Konzeption
- Aktive Teilnahme bei den Workshops
- Entwicklung, Konzeption und Umsetzung einer Marktforschungsstudie zum Thema „xy“

Sonstige Projekte:
- Musiker Selektion
-   Recherche für den Musikerpool, Erstellung einer Long- und Shortlist
-   Erstkontakt mit Komponisten (Anforderung und Screening der Showreels)
-   Führung und Organisation des Projektes
- Recherchetätigkeiten (Unternehmensaktivitäten und –strategien)
- Allgemein unterstützende Bürotätigkeit

Da Frau xx sehr interessiert und engagiert war, konnten wir ihr in allen Bereichen Aufgaben übertragen, die sie selbständig und stets zu unserer vollsten Zufriedenheit ausführte. Dies war auch der Grund, dass wir ihren Vertrag zweimal verlängert haben.

Wir haben Frau xx in den zwölf Monaten als äußerst zuverlässige Mitarbeiterin kennen gelernt und ihre freundliche und aufgeschlossene Art machten sie schnell zu einer geschätzten Kollegin.

Wir danken Frau xx für Ihre Mitarbeit und wünschen Ihr für ihren privaten und beruflichen Lebensweg alles Gute.

Muss auch bei einem Praktikums-/Werkstudenten-Zeugnis ein Ausscheidungsgrund angegeben werden, damit es nicht so wirkt, als wäre ich rausgeschmissen worden?
Ist die Passage mit den Zukunftswünschen zu distanziert/negativ?

Vielen Dank schon mal,

Berni

Demel:
"Stets zur vollsten Zufriedenheit", das klingt ja an sich sehr gut.
Aber nur ein einziger Satz zur Leistung (der Rest ist zum Verhalten), das ist erschreckend wenig: "Da Frau xx sehr interessiert und engagiert war, konnten wir ihr in allen Bereichen Aufgaben übertragen, die sie selbständig und stets zu unserer vollsten Zufriedenheit ausführte".
Da steht nichts zu Fähigkeiten, zum Wissen (das Wichtigste beim Praktikum!), zur Arbeitsweise, zum Erfolg ... War das alles etwa "nicht der Rede wert"?!

Muss auch bei einem Praktikums-/Werkstudenten-Zeugnis ein Ausscheidungsgrund angegeben werden, damit es nicht so wirkt, als wäre ich rausgeschmissen worden?
Ist die Passage mit den Zukunftswünschen zu distanziert/negativ?
Es sollte der Hinweis erfolgen, dass das Praktikum (erst) nach Ablauf der vereinbarten Frist endet.

Am besten gehst du das ganze Zeugnis nochmal mit der Checkliste durch: http://www.praktikumszeugnis.de/checkliste.pdf

Berni:
Kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass das alles nicht der Rede wert war, da mir z.T. sehr verantwortungsvolle und inhaltlich "hochwertige" Arbeiten überlassen wurden usw.... Na, ich werd nochmal nachhaken und versuchen, einiges am Zeugnis zu verbessern!

Berni:
Habe nochmal bei meinem ehemaligen Chef nachgehakt und darf mir mein Zeugnis nun selbst schreiben (es soll insgesamt den Grundtenor Note 1 haben)... Daraufhin habe ich selbst (unter Zuhilfenahme der Tipps auf der Arbeitszeugnis-Website und anderen Zeugnissen) einen Textvorschlag für den Leistungsteil entworfen. Dabei habe ich größtenteils versucht, nicht nur Superlative aneinanderzureihen, sondern einen persönlichen Touch reinzubringen und  mich bei den "Lobeshymnen" auf konkrete Aspekte meiner Tätigkeiten zu beziehen:

Frau XX arbeitete sich mit großem Engagement und Interesse sehr zügig und eigenständig in alle relevanten Themenbereiche der akustischen Markenführung ein. Aufgrund ihrer hohen Lernmotivation und ihrer sehr guten Auffassungsgabe konnte sie bereits nach kürzester Zeit komplexe Aufgaben übernehmen und selbständig bearbeiten. Im Rahmen des Projekts XX gelang es Frau XX in besonderem Maße, ihr detailliertes und fundiertes Wissen über die Medienbranche, welches sie durch ihr Studium erworben hat, einzubringen und auf die praktischen Erfordernisse der akustischen Markenführung anzuwenden. Insbesondere bei der Durchführung von Wettbewerbsanalysen und der Mitarbeit bei der Entwicklung von XX-Konzepten konnte Frau Wecker durch ihre systematische, zielorientierte Arbeitsweise und ihre analytische Stärke überzeugen. Frau Wecker hat die ihr übertragenen Aufgaben ausgesprochen zuverlässig, effizient und stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt.

Mich würde nun interessieren, ob das Ganze glaubwürdig und nicht zu übertrieben klingt (mein ehemaliger Chef möchte mir kein Zeugnis unterschreiben, das zu sehr nach Gefälligkeitszeugnis klingt) und dennoch der Note 1 entspricht.

Vielen Dank,
Berni

Maggy:
Glückwunsch, das liest sich sehr gut! Aber es sollte natürlich noch einen angemessenen Verhaltens- und Schlussteil geben. Und auch da musst du auf ein paar Kleinigkeiten aufpassen, z.B. nicht "wir bedanken uns" statt "wir danken ihr" schreiben. Wie schon gesagt wurde: Prüf das auch nochmal mit der Checkliste. Oder stell den Schlussteil auch noch ins Forum.

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